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Display-Test

Bildwiederholrate testen: Hz, OS und Motion

4 Min. Lesezeit

Schritt für Schritt die Hz-Einstellung in Windows und macOS prüfen und dann mit einem Live-Test verifizieren. Hz vs. FPS, Frame-Time-Spitzen und warum 144-Hz-Panels oft noch auf 60 Hz festhängen.

Stelle dein Display in Windows oder macOS auf die höchste Bildwiederholrate ein, öffne den Bildwiederholraten-Test, lass den Tab im Fokus und lies die Live-Hz-Anzeige ab. Beobachte danach die Bewegungsblöcke bei 1x, 2x, 4x und 8x Geschwindigkeit. Saubere Kanten auf der schnellsten Stufe sind meist ein gutes Zeichen dafür, dass das Panel wirklich in einem High-Refresh-Modus läuft.

Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft der Bildschirm pro Sekunde neu gezeichnet wird. Ein 144-Hz-Monitor sollte 144 Mal pro Sekunde aktualisieren, also etwa alle 6,94 ms ein neues Bild. Viele Laptops und Monitore bleiben jedoch auf 60 Hz, bis du die Einstellung manuell änderst. Ein kurzer Hz-Check spart deshalb böse Überraschungen innerhalb des Rückgabezeitraums.

Bildwiederholrate vs. Bildrate vs. Frame Time

BegriffBedeutungWas dieser Test zeigt
Bildwiederholrate (Hz)Bildschirmaktualisierungen pro SekundeLive-Anzeige: aktuell, Durchschnitt, Minimum, Maximum
Bildrate (FPS)Gerenderte Bilder pro SekundeIm Browser meist nahe an der Display-Hz-Zahl
Frame Time (ms)Abstand zwischen zwei FramesBalkendiagramm, Spitzen deuten auf Ruckler hin

Eine höhere Hz-Zahl reduziert Bewegungsunschärfe und Eingabeverzögerung beim Spielen und Scrollen. Das Bildwiederholraten-Tool misst, was dein Panel in dieser Browser-Sitzung tatsächlich macht, nicht was auf dem Karton steht.

Testablauf in einer Minute

  1. Bildwiederholrate im Betriebssystem auf das Maximum setzen

    • Windows: Einstellungen -> System -> Anzeige -> Erweiterte Anzeige -> höchste Hz-Zahl wählen.
    • macOS: Systemeinstellungen -> Displays. Mit gedrückter Option-Taste auf Skaliert klicken, damit auf unterstützten Panels die Bildwiederholrate angezeigt wird.
    • GPU-Kontrollzentrum: NVIDIA, AMD oder Intel können die Einstellung pro Display überschreiben. Der Wert sollte zum OS-Wert passen.
  2. Öffne den Bildwiederholraten-Test am besten in Chrome oder Edge, weil dort requestAnimationFrame meist am zuverlässigsten läuft. Vollbild ist optional, der Fokus des Tabs ist wichtiger.

  3. Lass diesen Tab im Fokus und warte 10 bis 15 Sekunden. Tabs im Hintergrund drosseln Timer und zeigen dann oft zu wenig Hz an.

  4. Lies die Anzeige ab. Die aktuelle Hz-Zahl sollte nahe am Ziel liegen, also zum Beispiel 143 bis 144 bei einem 144-Hz-Monitor. Einzelne kurze Abfälle sind normal. Bleibt der Wert dauerhaft bei 60, liegt das meist an Einstellungen oder am Kabel.

  5. Prüfe das Frame-Time-Diagramm. Gleichmäßige grüne Balken um etwa 6,9 ms bei 144 Hz oder 16,7 ms bei 60 Hz sind gut. Rote Spitzen sprechen für ausgelassene Frames oder Drosselung.

  6. Starte den Bewegungsblock-Test mit 8x Geschwindigkeit. Bei 60 Hz wirken die Kanten oft weich oder doppelt. Bei 120 Hz und mehr sollte der Block schärfer und mit weniger Schmieren erscheinen.

  7. Vergleiche die Geschwindigkeiten und schalte zwischen 1x, 4x und 8x um. Wenn alle Stufen gleich unscharf aussehen, bist du wahrscheinlich auf 60 Hz begrenzt oder der Tab hat den Fokus verloren.

Gängige Hz-Ziele

EinstufungFrame-BudgetTypische Nutzung
60Hz~16.67msOffice, Video, günstige Panels
75Hz~13.33msEinstieg ins Gaming
120Hz~8.33msKonsolen, viele Laptops
144Hz~6.94msPC-Gaming-Standard
165Hz~6.06msGaming-Monitore der Mittelklasse
240Hz~4.17msKompetitives E-Sport-Gaming
360Hz+~2.78msHigh-End-Gaming

Kleine Abweichungen wie 141 bis 144 bei einem als 144 Hz beworbenen Monitor sind normal. Wenn dein Setup trotz höherer Erwartung auf 60 Hz festhängt, ist das zunächst ein Einrichtungsproblem und nicht automatisch ein defektes Panel.

Warum der Test nur 60 Hz anzeigen könnte

  • Betriebssystem oder Energiesparmodus des Laptops begrenzen die Bildwiederholrate im Akkubetrieb.
  • Zu wenig HDMI-Bandbreite. Ältere HDMI-Versionen fallen bei 1440p oder 4K mit hoher Hz-Zahl oft auf 60 Hz zurück. Teste DisplayPort oder HDMI 2.1.
  • Falsches Display ausgewählt. Der Test läuft vielleicht auf einem zweiten Monitor, der noch auf 60 Hz steht.
  • Browser-Tab nicht im Fokus. Wechsle zurück zum Test-Tab und warte ein paar Sekunden.
  • Remotedesktop oder virtuelle Maschine. Dort ist die Bildwiederholrate oft unabhängig vom echten Panel auf 60 Hz begrenzt.

Wenn du die Einstellungen korrigiert hast, prüfe die Anzeige erneut, bevor du die Hardware reklamierst.

Mit weiteren Display-Checks kombinieren

Die Bildwiederholrate bestätigt das Bewegungstiming, aber nicht die Farbqualität oder den Pixelzustand. Nach dem Hz-Test lohnt sich:

Wann das Ergebnis gut genug ist

  • Die Anzeige liegt bei 15 oder mehr Sekunden Fokus etwa innerhalb von 2 bis 3 Hz der beworbenen Bildwiederholrate.
  • Die Frame Times liegen dicht beim erwarteten Millisekundenwert und zeigen keine ständigen Spitzen.
  • Die schnelleren Bewegungsblöcke wirken sichtbar schärfer als eine bekannte 60-Hz-Sitzung auf demselben Gerät.

Browserbasierte Hz-Tests dienen zur Verifikation und Fehlersuche, nicht als Laborzertifizierung. Für Garantiefälle solltest du OS-Einstellungen, Kabeltyp und einen Screenshot der Anzeige samt Bewegungsblöcken dokumentieren.

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